Haushaltsrede 2026
12.02.2026
Haushaltsrede zum Haushaltsentwurf der Gemeinde Kranenburg für das Jahr 2026
Beitrag zum Haushaltsentwurf der Gemeinde Kranenburg für das Jahr 2026
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Kepser,
sehr geehrte Damen und Herren des Gemeindesrates,
sehr geehrte Bürger und Bürgerinnen,
Die Fraktion der Wählergemeinschaft Bürgerdialog nutzt diesen Beitrag, um ihre Position zum geplanten Haushalt der Gemeinde Kranenburg für das Jahr 2026 darzulegen.
Zunächst möchten wir Ihnen, Herr Bürgermeister Kepser, beziehungsweise stellvertretend für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung, unseren Dank für die engagierte und wertvolle Arbeit im vergangenen Jahr aussprechen.
Mit Blick auf das Ergebnis des Haushalts 2025, sowie dem zu erwartenden Ergebnis für 2026, ist die Gemeinde und wir als gewählte Vertreter für die Gemeinde besonders gefordert, verantwortungsvoll zu entscheiden. Die Rücklagen der Gemeinde werden in den nächsten Jahren absehbar in immer größerem Ausmaß beansprucht werden müssen.
Daher ist es geboten, nach neuen, langfristig angelegten Einnahmequellen für die Gemeinde zu suchen.
Das Thema erneuerbare Energien als Einnahmequelle ist nach wie vor aktuell - erinnern wir uns in diesem Zusammenhang an den Hinweis aus unserer letztjährigen Rede - Klimaschutzkonzept von 2017.
Hier, seitens der Verwaltung auf mögliche Einnahmen aus dem Windenergiepark im Reichswald zu verweisen, erscheint hier nicht ausreichend. Zumal Abo-Energy in einer massiven finanziellen Krise steckt. Hier muss die Gemeinde – also wir alle – weitere Ansätze, wie Photovoltaik auf gemeindeeigenen Grundstücken und Gebäuden, verfolgen.
Aber auch andere Möglichkeiten müssen geprüft werden, um Einnahmen zu generieren oder Bestehendes ertragsintensiver zu gestalten. Diesem Ziel dient unser „Antrag Informationsveranstaltung Tiny Houses“ für den Haushalt 2026.
Unser Antrag „Integriertes Verkehrslenkungskonzept“ zielt im weitesten Sinne auf das geregelte Miteinander. Das hohe Verkehrsaufkommen in der Gemeinde sorgt für Spannungen untereinander, da ist ein Lenkungskonzept gefragt, um Anliegen von Bürgern und Besuchern möglichst gerecht zu werden.
Wir als WG Bürgerdialog sind in der vergangenen, unserer ersten Ratsperiode, angetreten, unser Hauptanliegen - die Bürgerbeteiligung - zu forcieren. Das ist uns grundsätzlich gelungen, wenn auch nicht so umfassend, wie erhofft. Die damalige, neue Ratskonstellation hat dankenswerterweise zu mehr Diskussionen und dann auch teils hart erarbeiteten Kompromissen über alle Gremien bei vielenThemen geführt.
Nun gibt es wieder eine neue Konstellation im Rat. Wir sind unseren im Wahlkampf vertretenen Themen zum Wohl der Gemeinde verpflichtet, was wir auch mit unseren Anträgen zum Haushalt zum Ausdruck bringen.
Aus diesem Grund sind wir keine Listenverbindung eingegangen, so dass wir in allen Themen unabhängig entscheiden können. Wir wollen ausschließlich in der Sache entscheiden, unabhängig davon wer einen Antrag stellt und erhoffen uns auch von allen anderen Ratsparteien, eine offene Haltung gegenüber Anträgen anderer Fraktionen im Rat.
In diesem Sinne setzen wir auf eine Zusammenarbeit im Rat und in den Ausschüssen, die von Respekt und Fairness geprägt ist. Als gewählte Vertreterinnen und Vertreter tragen wir die Verantwortung, den Bürgerinnen und Bürgern vorzuleben, wie ein wertschätzender Umgang miteinander aussehen sollte.
Gerade weil wir unterschiedliche Überzeugungen vertreten, müssen wir umso entschiedener zeigen, was verantwortungsbewusstes und vorbildliches Handeln bedeutet.
Ich wünsche uns allen eine für die Gemeinde Kranenburg erfolgreiche Ratsperiode.
Ihre Wählergemeinschaft Bürgerdialog